Marl

Bürgerinitiative (BI) Marl-Hüls gegründet

Die Bürgerinitiative (BI) Marl-Hüls setzt sich aus verschiedenen Marler Bürgern unterschiedlichster politischer Couleur zusammen. Die BI hat sich zum Ziel gesetzt, die Bebauung des Jahnstadions und des angrenzenden Waldgebietes zu verhindern.

Die Bebauung des Jahnstadions: Aktuelle Entwicklung

Die BI meint: Uns Hülser Bürgerinnen und Bürger wird nun seit geraumer Zeit die städtebauliche Notwendigkeit einer Baumaßnahme im Waldgebiet um die Ernst Immel Realschule und dem Jahnstadion weisgemacht. Vor allem wurde suggeriert, dass Alles sowieso beschlossene Sache und genehmigt ist. Dies betrachten wir als Vortäuschung falscher Tatsachen.
In den gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerinformations- und Mitsprache-Veranstaltungen wurde den Bürgern jegliche eigenständige Mitwirkung abgesprochen. Städtische Dozenten, wortgewandte Politiker und Lobbyisten bevormunden hier den Bürgerwillen. Auch fühlen wir uns von einem stets gute Laune verbreitenden Bürgermeister nicht repräsentiert.

Forderung an den Stadtrat

Den Rat unserer Stadt fordern wir auf, den Bürgerinteressen und Ratsbeschlüssen nachzukommen. Zum Beispiel: Den Grünflächen-Rahmenplan von 2006, anstatt eine Klientel zu bedienen, dafür haben wir sie nicht gewählt. Gefordert wird die umweltverträgliche Änderung der gesamten Stadtplanung, bezüglich Bebauung auf Wald und Flur, Wiesen und Auen.

Begegnungsstätte für Alt und Jung

Das von der Stadt absichtlich und fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion, wird instand gesetzt und dient wieder als Sport- und Begegnungsstätte für Alt und Jung, sowie für den Sportunterricht der angrenzenden Realschüler. Auch ein Open Air Konzert könnte dort wieder möglich sein. z. B. wie The Cure in den 1970er Jahren.

Volkspark in Hüls

Das Waldgebiet rund um das Stadion wird mit dem Gänsebrink zu einem „Volkspark in Hüls“ erweitert. Ein Zebrastreifen an der Hülsstrassenkurve verbindet beide Teile. Der Baumbestand bleibt auf Grund der reichhaltigen Fauna und Bodenflora unangetastet. Die Natur benötigt auch ihren Platz. Den Optionsvertrag (Waldschule + Umfeld) der Investmentgesellschaft mit der Stadt Marl, wonach das gesamte Gelände erst bei einer Baugenehmigung durch die Stadt erworben werden soll, ist zu kündigen. Die alte Waldschule könnte ein für Hüls dringend benötigtes Jugendkulturzentrum beherbergen.

Die Jugend-Baseballgruppe „Sly Dogs“ braucht keine 300.000 Euro teure Bleibe. Sie bleiben (vor Ort). Das Schulgebäude könnte durch einen Bürgerverein und Sponsoren restauriert werden (es ist zurzeit einsturzgefährdet, aufgrund von Dachschäden).

grüne Lunge Wald“ erhalten

Den Bürgerinnen und Bürgern soll die „grüne Lunge Wald“ erhalten bleiben. Schüler der Realschule und Anwohner werden jetzt und auch zukünftig von Lärm und Staubemissionen unzähliger, täglich zu erwartender Fahrzeugbewegungen verschont.

Bürger kämpfen für Erhalt von Bäumen in Marl Hüls: Stadt informiert einseitig über Bebauungsplan?

Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung informierte das Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl über den Bebauungsplan „Ehemaliges Jahnstadion und Waldschule“. Die Infoveranstaltung war in der Aula der Ernst-Immel-Realschule.

Die Stadtverwaltung stellte einseitig die Interessen des Investors da

Ziel der städtebaulichen Planung ist es, neue, attraktive Wohnangeboten im ehemaligen Jahnstadion und rund um die ehemalige Waldschule zu schaffen. Vertreter der Stadtverwaltung und die vom Vorhabenträger beauftragten Fachbüros stellten an diesem Informationsabend die grundsätzliche Plankonzeption, Inhalte des Bebauungsplanvorentwurfs sowie die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung vor. Den Bürger sowie allen an der Planung Interessierten wurde im Rahmen der Veranstaltung Gelegenheit zur Erörterung und Äußerung gegeben.

Die Naturfreunde kämpfen für den Erhalt der Bäume

Die Bürger kritisieren das Vorhaben. Es geht in Marl Hüls ein Naherholungsgebiet verloren. Zahlreiche Bäume werden den Bauvorhaben zum Opfer fallen.Sie forderten die Stadtverwaltung auf die Zahl der zu fällenden Bäume zu nennen. Die Stadtverwaltung und die Vertreter des Investors kannten angeblich keine Zahlen.
Trotzdem der Landschaftsplaner vorher erzählte das alle Bäume erfasst worden sind und die Planung schon genau in Bildern vorgestellt wurde. Die Bürger fühlten sich getäuscht.

Die alten Baumbestände erhalten

Es wurde darauf hingewiesen das die Stadtverwaltung in einem Konzeptpapier auf die Nützlichkeit des Baumbestandes hingewiesen hat. Die alten Baumbestände sind auch aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen unbedingt zu erhalten, so dass eine wohnraumliche Entwicklung allenfalls im direkten Bereich des Jahnstadions (Sportplatzfläche und Zuschauerränge) sowie in einem unmittelbar davor gelegenen schmalen Streifen entlang der Otto-Hue-Straße erfolgen kann.
Vor dem Hintergrund der Schutzwürdigkeit der Grünfläche sollte daher von einer Bebauung abgesehen und verstärkt über eine extensivere/naturnahe Nutzung der Fläche nachgedacht werden, z.B. Anlage eines großen Schulgartens und/oder Entwicklung verschiedener Biotopstrukturen (in Verbindung mit Waldbiotopen) als Anschauungsobjekte für die Umweltbildung oder aber die Entwicklung von Wald als Kompensationsmaßnahme. Im Falle einer Bebauung ist ein Schutzstreifen von 35 Meter Breite zwischen Waldbestand und Gebäudegrenze zu berücksichtigen. Mindestens sollten etwa 20 Meter dieses Streifens für einen naturnahen Waldrandaufbau genutzt werden, der dann auch als Puffer fungieren kann.
Die geplante Bebaung des Jahnstadion ist nur ein Beispiel für Grünflächenverluste in Marl. Der Spruch Marl Stadt im Grünen stimmt nicht mehr.

Folgen für die Schule

Auch wurden die Folgen für die benachbarte Realschule dargestellt. Die für schulische Zwecke bishergenutzten Möglichkeiten fallen weg. Eine wichtige Grünfläche in der Nähe fällt weg. Die neuen betuchten Bewohner werden sich über den Schulllärm beschweren.

Bebauunng für Hüls nicht notwendig

Die Bürger sehen keine Notwendigkeit für zusätzliche Wohnbebauung in Marl Hüls.
Der Bedarf von zweihundert Wohnungen an dieser Stelle ist für die Entwicklung des Stadtteils nicht notwendig.
Die Verwaltung stellte nur die einseitigen Interessen des Investors dar. Man hatte den Eindruck das die Bebaungspläne schon längst hinter verschlossenen Türen festgezurrt sind und die Bürgerbeteiligung ohne Einfluss ist.

Stadtbäume sind wichtig

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.

Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden. Ebenso geschützt sind Bäume mit Greifvogelhorsten und Fledermaushöhlen. Dauerhafte Quartiere stehen dauerhaft unter Schutz. Nur ausnahmsweise können derart geschützte Bäume gefällt werden. Dazu bedarf es einer artenschutzrechtlichen „Ausnahme­genehmigung“ oder einer „Befreiung“.

Baumschutzgruppe Vest: Verstösst die Fällaktion in Marl Sinsen gegen § 39 des Bundesnaturschutzgesetz?

Am ersten Wochenende des Monats März wurden zahlreiche Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Zu dieser Abholzung nimmt Christian Thieme Sprecher der
Baumschutzgruppe Vest Stellung.

illegale Baumfällungen?

Sind die illegalen Baumfällungen – fünf über hundert Jahre alte Eichen mit einem Stammdurchmesser von einem Meter – nun eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat!? Dann gehört hier nicht die Stadt als Ermittler auf den Plan, sondern die Polizei. Eine Anwohnerin beobachtete am ersten Wochenende des Monats einen gelben Autokran bei der „Arbeit“.
Dafür muss es doch einen Auftrag, z. B. vom jetzigen Besitzer der ehemaligen Haardschule, geben, der seine Südseite jetzt freigeschnitten hat. Unsere Stadt ist meiner Ansicht nach übrigens der größte „Vernichter“ von uraltem Baumbestand im Kreis. Siehe die großflächigen Rodungen am Steinernkreuz, im Naturschutzgebiet Loemühlenbach und in der Matena.

Die Folgen dieser hemmungslosen Abholzung für unsere Atemluft sind unübersehbar. Ich fordere die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zum sofortigen Handeln im Sinne eines umweltgerechten Klimaschutzes auf.

Nach Auffassung der Baumschutzgruppe Vest verstösst die Fällaktion gegen den § 39 des Bundesnaturschutzgesetz

Dort steht: Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,

Leserbrief an die Marler Zeitung

Mehr Einsatz für den Klimaschutz

17.03.2017, 12:00 Uhr

Sind die illegalen Baumfällungen – fünf über hundert Jahre alte Eichen mit einem Stammdurchmesser von einem Meter – nun eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat!? Dann gehört hier nicht die Stadt als Ermittler auf den Plan, sondern die Polizei. Eine Anwohnerin beobachtete am ersten Wochenende des Monats einen gelben Autokran bei der „Arbeit“.Dafür muss es doch einen Auftrag, z. B. vom jetzigen Besitzer der ehemaligen Haardschule, geben, der seine Südseite jetzt freigeschnitten hat. Unsere Stadt ist meiner Ansicht nach übrigens der größte „Vernichter“ von uraltem Baumbestand im Kreis. Siehe die großflächigen Rodungen am Steinernkreuz, im Naturschutzgebiet Loemühlenbach und in der Matena.

Die Folgen dieser hemmungslosen Abholzung für unsere Atemluft sind unübersehbar. Ich fordere die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zum sofortigen Handeln im Sinne eines umweltgerechten Klimaschutzes auf.

Christian Thieme

Baumschutzgruppe Vest

Baumschutzgruppe Vest : Alte Eichen illegal in Marl Sinsen gefällt?

Am ersten Wochenende des Monats im März wurden zahlreiche Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Sie befragten Anwohner die diese Fällaktion beobachtet haben. Sie erzählten eine Firma mit einen grossen gelben Kran angerückt waren und dort die Eichen abgesägt haben. Inzwischen wurde bekannt das es für diese Baumvernichtungsaktion keine Genehmigung der Stadt Marl gab. Auffällig ist das die Fällaktion Wochenende stattfand ein Tag wo die Behörde nicht erreichbar ist. Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest vermutet das das Wochenende absichlich gewählt wurde um ein Eingreifen der Umweltschutzbehörde zu verhindern. Das sieht ganz nach Vorsatz aus. Wenn es keine Fällgenehmigung gab müssen die Täter verfolgt und bestraft werden. Auch der Auftraggeber muss zur Rechenschaft gezogen werden.

Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest rät bei Baumfällaktionen zu folgender Vorgehensweisen :
Lassen Sie sich die Fällgenehmigung zeigen, die von der Stadt erteilt sein muss. Sollte keine vorhanden sein, rufen sie die Polizei -110 – und parallel dazu die Stadt an.Schon mancher Baum konnte auf diese Weise gerettet werden. Illegalen Baumfällern droht eine empfindliche Strafe pro Baum.
Wenn Eile geboten ist, wenn zum Beispiel eine Fäll-Kolonne schon anrückt und Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Einsatzes bestehen, sollte man die Polizei rufen.

Aus der Baumschutzsatzung der Stadt Marl

§ 12 Ordnungswidrigkeiten

1.
Ordnungswidrig gem. § 70 Abs. 1 Nr. 17 LG handelt, wer vorsätzlich oder fahr-
lässig
a)
geschützte Bäume entgegen den Verboten des § 4 und ohne eine Erlaubnis
nach § 6 entfernt, zerstört, schädigt oder ihren Aufbau wesentlich verändert,
b)
Anordnungen zur Pflege, Erhaltung oder zur sonstigen Sicherung gefährdeter,
geschützter Bäume gem. § 5 nicht Folge leistet,
c)
Nebenbestimmungen einer Erlaubnis oder einer Befreiung nach § 6 nicht er-
füllt,
d)
eine Unterrichtung nach § 4 Abs. 4 und § 9 Abs. 2 unterlässt.
e)
entgegen § 6 Abs. 4 und § 8 Abs. 1 geschützte Bäume nicht im Lageplan
einträgt oder unrichtige bzw. unvollständige Angaben über geschützte Bäume
macht.
2.
Ordnungswidrigkeiten können gem. § 71 Abs. 1 LG mit einer Geldbuße bis zu
50.000,– € geahndet werden, soweit die Zuwiderhandlungen nicht nach anderen
Rechtsvorschriften mit Strafe bedroht sind.

Der Wert der Bäume für uns alle

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.
Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden.
Der gesetzliche Schutz greift, wenn bekannt ist, ob sich geschützte Brut- und Ruhequartiere in dem Baum befinden, der gefällt werden soll. Die Baumschutzgruppe des empfiehlt: Wer Nester oder Baumhöhlen kennt, die von Fäll- oder Baumpflegearbeiten bedroht sind, kann dafür sorgen, dass dieses Wissen in die richtigen Köpfe gelangt. Wenden Sie sich an den Verantwortlichen für die Fällarbeiten oder an die Behörde!

Baugebiet „ehemalige Haardschule“

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, lassen sich in dem Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Haardschule sowohl Bungalows als auch eineinhalb- bzw. zweigeschossige Häuser sowie Doppelhaushälften für junge Familien oder für generationsübergreifendes Wohnen realisieren.

Die Lage

Das Baugebiet liegt am östlichen Ortsrand von Marl zwischen der Schulstraße (L 798) im Norden und dem Seidelbastweg im Süden. Geschäfte für den täglichen Bedarf wie auch Schulen und Kindergärten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Bis zum Stadtkern Marl und zur Innenstadt Recklinghausen sind es jeweils ca. 7 km.
Durchdie Anbindung an die A 43 und den nahegelegenen Bahnhof sind die Ballungszentren im südlich gelegenen Ruhrgebiet und das nördlich gelegene Münsterland gut erreichbar. Im Norden erstreckt sich das Erholungsgebi
et „Haard“, welches zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren, Wandern und Reiten bietet.

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