Marl

Gibt es eine Gefälligkeitsplanung für den Investor der geplanten Bebauung des Jahnstadions in Marl Hüls?

Bei der Sitzung des Stadtplanungsausschuss der Stadt Marl ging es um die Flächenplannutzungsänderung für den Bereich des Jahnstadions. Das ist die Voraussetzung für einen Bebauungsplan und das Abholzen der Bäume in dieser grünen Lunge von Marl Hüls. Die Bürgerinitiative Marl Hüls nahm die Gelegenheit wahr,   in der  Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner im Ausschuss Stellung zu nehmen. Sie hat ihren Beitrag im Wortlaut dem Lokalkompass zur Verfügung gestellt.

Bürgerinitiative Marl Hüls bezieht Stellung im Stadtplanungsausschuss der Stadt Marl

Christian Thieme, von der  Bürgerinitiative Marl Hüls sagte:
„Ich habe die folgende Frage an den Ausschuss: Welche Nachteile haben die Hülser Bürger von der Flächenplannutzungsänderung ? 
Zur Erläuterung: Von einer Änderung des Flächennutzungsplanes für das Bauvorhaben im Hülser Wald und rund um das Jahnstadion, haben die Bürgerinen und Bürger aus Hüls , gar nichts.  Unser Naherholungsgebiet ist hier vor Ort, und nicht im Norden von Drewer. Sollen wir etwa bis dorthin laufen, um die Natur zu genießen? Ich habe mir dieses Gleisdreieck gestern mal angeguckt, das ist ein Sumptgebiet wo Bauschutt abgeschüttet wurde, dort kann sowieso nicht gebaut werden! Sinn und Zweck ihrer Flächenplannutzungsänderung ist, einem umweltzerstörenden Bauvorhaben die nötige Baugenehmigung zu erteilen ! Ist das ein Erfolg der Lobbyisten eines bekannten Marler Baulöwen ? Die Bürgerinitiative Marl Hüls fordert ein sofortiges Ende dieser Tricksereien und Winkelzüge. Wir erinnern die Ratsherren an ihre Vereidigung, wonach Sie ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Machen Sie hier keine Gefälligkeitsplanung für den Investor.

Nur eine Fraktion nahm zu der Bürgeranfrage Stellung

Danach konnten die Fraktionen dazu Stellung nehmen. Nur die Bürgerliste WIR für Marl äusserte sich zu der Anfrage. WIR für Marl unterstützte die Forderungen der Bürgerinitiative  zum Erhallt der grünen Lunge in Hüls.
Die Fläche ist nich notwendig für den Wohnbaubedarf der Stadt Marl. Abstimmungen mit der Regionalplanungsbehörde (RVR) haben ergeben, dass für die überplanten Grünbereiche geeignete Tauschflächen im Verhältnis 1:1 woanders ausgewiesen werden müssen. Dies ist erforderlich, weil der derzeit regionalplanerisch absehbare Wohnbauflächenbedarf der Stadt Marl nicht über die im wirksamen Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen hinausgeht und es andernfalls zu Überkapazitäten führen würde. Die Bürger die immer gesagt haben das es für die Stadt Marl überhaupt keinen Bedarf gibt, hatten recht, es muss erst ein anderes geplantes Baugebiet aufgehoben werden um den Bedarf zu begründen.
Der bisher als Wohnbaufläche ausgewiesener Bereich in Drewer-Nord soll deshalb in Grünfläche geändert werden. Davon haben die Hülser Bürger gar nichts. Ihre Grünfläche und Wald im Stadtteil werden für einen Investor von der SPD und CDU geopfert?
Das jetzt aufgehobene Plangebiet in Drewer ist viel weniger wert als Erholungsgebiet für die Bürger. Der Investor der das Jahnstadiongebiet billig erwerben kann hat eine Vervielfachung der Wertsteigerung der Fläche in diesem Bereich, ein Extra-Gewinn der zu Lasten der Hülser Bürger geht.

Die Bürgerliste WIR für Marl stimmte als einzige Fraktion gegen die Flächenplannutzungsänderung zu Gunsten des Investors für die Bebauung der Grün- und Baumflächen am Jahnstadion in Marl Hüls im Stadtplanungsausschuss der Stadt Marl.

Stadtrat Marl berät über die Zukunft der Hülser grünen Lunge am Jahnstadion

Die Bürgerinitiative Marl Hüls lädt die Bürgerinnen und Bürger ein. Kommen sie zur öffentliche Ratssitzung der Stadt Marl am 14.12.2017 um 15 Uhr da geht es auch um die Zukunft der Hülser grünen Lunge am Jahnstadion. Dazu ruft die Bürgerinitiative in einem Flugblatt auf .

Das Flugblatt:

GEFÄLLIGKEITS-PLANUNG FÜR DEN INVESTOR DES JAHNSTADIONS IN MARL HÜLS ?

Von einer Änderung des Flächennutzungsplanes für das Bauvorhaben im Hülser Wald rund um das Jahnstadion haben die Bürgerinnen und Bürger gar nichts. Sollen die Hülser etwa nach Drewer  laufen um dort die Natur zu genießen? Sinn und Zweck dieser Planänderung durch die Stadtplaner ist, diesem umweltzerstörenden Bauvorhaben die nötige Baugenehmigung zu erteilen. Ist das ein Erfolg der Lobbyisten eines bekannten Marler Baulöwen? Die Bürgerinitiative Marl Hüls fordert ein sofortiges Ende dieser Tricksereien und Winkelzüge. Wir erinnern die Ratsherren an ihre Vereidigung, wonach sie ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Die öffentliche Ratssitzung in der  darüber beschlossen wird ist am 14.12.2017 um 15 Uhr.

Werden über 300 alte Bäume am Jahnstadion in Marl-Hüls gefällt?

Mitglieder der Bürgerinitiative Marl Hüls haben nachgemessen. Mit Bandmass und Bauplan ausgerüstet haben sie eine Baumzählung durchgeführt, wobei nur Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm gezählt wurden. Das Ergebnis ist erschreckend, über 300 alte Eichen und Buchen stehen auf der Abschussliste für die Bebauung des Jahnstadions, hunderte nachwachsende Bäume in diesen Mischwald nicht mitgerechnet. 
Die Fläche ist nicht notwendig für den Wohnbaubedarf der Stadt Marl
Anfragen an die Regionalplanungsbehörde (RVR) haben ergeben, dass für die überplanten Grünbereiche geeignete Tauschflächen im Verhältnis 1:1 woanders ausgewiesen werden müssen.  Dies ist erforderlich, weil der derzeit regionalplanerisch absehbare Wohnbauflächenbedarf der Stadt Marl nicht über die im wirksamen Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen hinausgeht und es andernfalls zu Überkapazitäten führen würde. Die Hülser Bürger die immer gesagt haben das es für die Stadt Marl überhaupt keinen Bedarf für die Bebauung des Jahnstadion gibt, hatten recht, es muss erst ein anderes geplantes Baugebiet aufgehoben werden um den Bedarf zu überhaupt begründen.
Für den Bereich des Jahnstadions und der angrenzenden Waldflächen ist das Entwicklungsziel  „Erhalt der Freiraumfunktion der städtischen Grünzüge“  jetzt gültig und so soll es bleiben.

Bürgerinitiative Marl Hüls

Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtplanungsausschuss Marl zur Halde Brinkfortsheide

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Soviel Bürger waren noch nie in einer Sitzung des Stadtplanungsausschuss,  wie am Donnerstag, 21.09.2017 von 16:00 Uhr  in der Ratsstube Marl. Die  Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtplanungsausschuss  befasste sich mit der Zukunft der Halde Brinkfortsheide. Die Bürger meldeten sich lebhaft zu Wort. Es war ein Beispiel lebendiger Demokratie in Marl. Deshalb drucken wir den Protokollauszug zu  dieser Sitzung ab

Aus dem Protokoll:

Die Tagesordnungspunkte 1 und 4 werden aufgrund der großen Anzahl der
anwesenden Marler Einwohnerinnen und Einwohner zusammen behandelt.
Herr Fischer vom Regionalverband Ruhr und Herr Hager von der Ruhrkohle AG stellen anhand einer Präsentation das Thema Deponie auf der Halde Brinkfortsheide in Marl vor. Die Präsentationen sind dem Protokoll im Anhang beigefügt.
Nun eröffnet der Ausschussvorsitzende die Fragestunde für Einwohnerinnen und
Einwohner und erklärt, es können jeweils zwei Fragen gestellt werden.

1. Herr Jürgen Pfeiffer, Reiherweg 7a, 45772 Marl
Wenn nun Giftstoffe über die Halden abgebaut werden, wird das Trinkwasser immer
teurer und zusätzlich auch schadstoffbelasteter. Daher sind Pflanzen gut für das
Gleichgewicht. Die begrünte Halde in Gelsenkirchen ist ein gutes Beispiel.
Herr Hager erklärt darauf hin, das Wasser sei eines der Kernthemen bei der
Genehmigung. Zurzeit gebe es jedoch noch keine genaue Planung.
2. Frau Ingrid Dannenberg, Carl-Duisberg-Straße 8, 45772 Marl
Der Umweltschutz und die Ökologie wurden in den Vorträgen nur nebenbei
angeschnitten, was sehr schade ist. Die untertage abgebauten Stoffe sollten nicht
übertage gelagert werden. Die Ruhrkohle AG darf nur für die Umwelt unbedenkliche
Stoffe lagern, dies sollte beachtet und überprüft werden.
Herr Hager erklärt, die Planung für das Vorhaben der Halde sei noch nicht
abgeschlossen. Eine Halde sei generell nicht pflegefrei. Die Pflege führe zu Kosten
welche ausgeglichen werden müssen. Altlasten die in der Planung auffallen, werden
beseitigt und die Ökologie werde beachtet. Der Regionalverband Ruhr und die
Ruhrkohle AG arbeiten diesbezüglich eng zusammen.

3. Herr Thieme, Marl
In einer Bürgerversammlung im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes
wurde berichtet, die Halde solle als Nachnutzung zum Naherholungsgebiet ausgebaut
werden.
Herr Hager berichtet, es sollen möglichst alle Halden so übergeben werden, dass die
Übernahme für den Regionalverband Ruhr möglichst angenehm sei. Das Thema
Naherholungsgebiet auf der Halde sei bezüglich der anfallenden Kosten noch nicht
geklärt.
4. Frau Loguard, Spechtstraße 94, 45772 Marl
Muss ich mit mehr Windkraftanlagen im Bereich der Halde Brinkfortsheide rechnen?
Herr Hager führt aus, es gebe genaue Regularien, wann und wo die Errichtung von
Windkraftanlagen möglich sei. Durch bestimmte Abstandsflächen sei es möglich
Windkrafträder auf der Halde Brinkfortsheide zu errichten, jedoch gebe es diesbezüglich
seines Wissens nach keine Planungen.
5. Frau Mathilde Lüsch, Josefstraße 10, 45772 Marl
Welche Pläne gibt es für die Zukunft der Halde im Bereich Naturschutz und
Bewaldung? Und werden Zäune im Rahmen der Renaturierung aufgestellt? Welcher
Punkt spielt die größere Rolle, die Sicherheit oder die Natur?
Herr Fischer erklärt, der öffentliche Träger habe immer eine einzuhaltende
Sicherungspflicht für die Öffentlichkeit. Die Halde Rhein-Elbe sei ein Beispiel für eine
natürliche Entwicklung.
6. Frau Astrid Barth, Cheruskerstraße 4, 45772 Marl
Die angesprochenen Windkrafträder werfen entgegen der vorher versicherten
Aussagen große Schatten und haben auch eine gewisse Lautstärke. Die Halde
benötigte zu ihrer Entstehung doch eine Genehmigung. Gab es dort von Seiten der
Stadt Marl Auflagen?
Der Bürgermeister erklärt, die Stadt sei nicht die Genehmigungsbehörde. Bei einer
Änderung der Nutzung einer Halde müsse ein Planfeststellungsverfahren bei der
Bezirksregierung Münster eingeleitet werden.
Herr Hager ergänzt, die Halde wurde damals durch ein Betriebsplanverfahren
genehmigt. Dort werde festgehalten wie die Halde genutzt werden darf. Jetzt laufe ein
Abschlussbetriebsplanverfahren. Für die in Rede stehende Deponie bedarf es eines
zusätzlichen Genehmigungsverfahrens.
7. Herr Mark Walden, Droste-Hülshoff-Straße 7b, 45772 Marl
Warum überlässt man die Halde nicht der Natur? Gab es diesbezüglich bereits Studien
oder Gutachten wie lange so etwas dauert? Und was ist der Unterschied zwischen
Besitz und Eigentum in Bezug auf die Halde?
Herr Hager erklärt, an erster Stelle stehe die Gefahrenabwehr. Danach komme die
Rekultivierung. Eine Selbstüberlassung sei generell möglich, jedoch gebe es immer
Gefahren wie zum Beispiel durch Erosion. Es dürfe keine Gefahr von der Halde
ausgehen. Ein Rekultivierungsplan werde im laufenden Verfahren ebenfalls erstellt. Zur
Frage des Unterschiedes zwischen Besitz und Eigentum ist zu sagen, der
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Regionalverband Ruhr solle Eigentümer werden. So erhalte er auch die erzielten
Einnahmen. Die Ruhrkohle AG sei dagegen solange der Besitzer wie die Bergaufsicht
bestehe.
8. Herr Oliver Brieg, Merkelheider Weg 170, 45772 Marl
Ist es so, dass die geplante Mülldeponie Brinkfortsheide die Einnahmen für die
Unterhaltung der anderen Halden erzielen soll?
Herr Hager erläutert, aus den 22 Halden sollen drei Pakete entstehen, die sich
gegenseitig finanzieren. Unter anderem gebe es dann auch ein Windpaket und ein
Deponiepaket. Momentan sei man aber noch ganz am Anfang der Planungen.
9. Herr Bernard Strahlmeier, Rebhuhnweg 16, 45772 Marl
Sehe ich richtig, dass die momentane Unterhaltung der Halde nicht weiter finanziert
werden könnte?
Herr Fischer erklärt, weder bei der Ruhrkohle AG noch bei dem Regionalverband Ruhr
seien finanzielle Mittel für die Herstellung und Unterhaltung vorhanden. Es werden
sowohl Einnahmen als auch Personal benötigt.
10. Herr Uwe Lienemeyer, Victoriastraße 102, 45772 Marl
Wie steht der Rat der Stadt Marl zu diesem gesamten Thema?
Der Ausschussvorsitzende erklärt, der Rat tagt am kommenden Donnerstag, den
28.09.2017. Die Ratssitzung sei ebenfalls für interessierte Einwohnerinnen und
Einwohner öffentlich zugänglich.
11. Frau Peigs, Rebhuhnweg 22, 45772 Marl
Mir wurde beim Kauf unseres Hauses von Seiten der Zeche erklärt, die Halde soll ein
Naherholungsgebiet werden. Durch die geplante Schadstoffdeponie erleidet unser
Grundstück eine erhebliche Wertminderung. Es handelt sich nämlich nicht nur um eine
Mülldeponie sondern um eine Schadstoffdeponie.
Herr Fischer erläutert, es werde weitgehend unbelastetes Material der
Schadstoffklassen 0 und 1 gelagert.
12. Herr Michael Kümmel, Silvertstraße 39, 45772 Marl
Ist es möglich eine Deponie auf einer bereits bestehenden Deponie zu errichten? Es
soll von Seiten der Stadt Marl dort Hausmüll deponiert worden sein, bevor die Auguste
Victoria dort ihr Material gelagert hat.
Der Bürgermeister erklärt, dies könne im Stadtplanungsausschuss nicht geklärt werden.
Herr Hager ergänzt, sollte dies der Fall sein, werde das Thema im laufenden Verfahren
behandelt oder zumindest vermerkt werden.
13. Herr Bernd Fleischmann, Herrmannstraße 30, 45772 Marl
Durch den dort gelagerten Giftmüll war die Halde bereits zeitweise für die Öffentlichkeit
gesperrt. Soll die Deponie grundsätzlich in der Nachnutzung für die Öffentlichkeit
gesperrt oder frei zugänglich sein? Und könnte ein Teil der Halde bereits frühzeitig aus
der Bergaufsicht entlassen werden?
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Herr Fischer erklärt, um die Halde für die Öffentlichkeit zugänglich machen zu können,
muss die Finanzierung für die Herstellung und Unterhaltung der Flächen geklärt sein.
Die Entlassung von Teilbereichen der Halde aus der Bergaufsicht muss im Einzelfall
geprüft werden, ist aber durchaus denkbar.
Der Bürgermeister erklärt, mit den von der Ruhrkohle AG und dem Regionalverband
Ruhr gehaltenen Vorträgen sei nun ein erster Schritt getan und die Verwaltung, die
Politik und die Marler Einwohnerinnen und Einwohnern wurden informiert. Man stehe
noch ganz am Anfang. Es sei kein Giftmüll geplant und es stehe noch nicht einmal fest,
ob überhaupt eine Deponie dort angesiedelt werde. Es solle in jedem Fall eine
Bürgerversammlung mit Experten zur Information der Bürgerinnen und Bürger im Marler
Rathaus stattfinden. Die Stadt Marl habe formal kein Mitspracherecht. Der
Bürgermeister werde dafür Sorge tragen, dass die Marler Bevölkerung informiert und
angehört werde. Der Termin für die geplante Bürgerversammlung werde rechtzeitig
bekanntgegeben.
Der Ausschussvorsitzende dankt den anwesenden Einwohnern und den Herrschaften
der Ruhrkohle AG und des Regionalverbandes Ruhr herzlich.

Bürgerinitiative (BI) Marl-Hüls gegründet

Die Bürgerinitiative (BI) Marl-Hüls setzt sich aus verschiedenen Marler Bürgern unterschiedlichster politischer Couleur zusammen. Die BI hat sich zum Ziel gesetzt, die Bebauung des Jahnstadions und des angrenzenden Waldgebietes zu verhindern.

Die Bebauung des Jahnstadions: Aktuelle Entwicklung

Die BI meint: Uns Hülser Bürgerinnen und Bürger wird nun seit geraumer Zeit die städtebauliche Notwendigkeit einer Baumaßnahme im Waldgebiet um die Ernst Immel Realschule und dem Jahnstadion weisgemacht. Vor allem wurde suggeriert, dass Alles sowieso beschlossene Sache und genehmigt ist. Dies betrachten wir als Vortäuschung falscher Tatsachen.
In den gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerinformations- und Mitsprache-Veranstaltungen wurde den Bürgern jegliche eigenständige Mitwirkung abgesprochen. Städtische Dozenten, wortgewandte Politiker und Lobbyisten bevormunden hier den Bürgerwillen. Auch fühlen wir uns von einem stets gute Laune verbreitenden Bürgermeister nicht repräsentiert.

Forderung an den Stadtrat

Den Rat unserer Stadt fordern wir auf, den Bürgerinteressen und Ratsbeschlüssen nachzukommen. Zum Beispiel: Den Grünflächen-Rahmenplan von 2006, anstatt eine Klientel zu bedienen, dafür haben wir sie nicht gewählt. Gefordert wird die umweltverträgliche Änderung der gesamten Stadtplanung, bezüglich Bebauung auf Wald und Flur, Wiesen und Auen.

Begegnungsstätte für Alt und Jung

Das von der Stadt absichtlich und fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion, wird instand gesetzt und dient wieder als Sport- und Begegnungsstätte für Alt und Jung, sowie für den Sportunterricht der angrenzenden Realschüler. Auch ein Open Air Konzert könnte dort wieder möglich sein. z. B. wie The Cure in den 1970er Jahren.

Volkspark in Hüls

Das Waldgebiet rund um das Stadion wird mit dem Gänsebrink zu einem „Volkspark in Hüls“ erweitert. Ein Zebrastreifen an der Hülsstrassenkurve verbindet beide Teile. Der Baumbestand bleibt auf Grund der reichhaltigen Fauna und Bodenflora unangetastet. Die Natur benötigt auch ihren Platz. Den Optionsvertrag (Waldschule + Umfeld) der Investmentgesellschaft mit der Stadt Marl, wonach das gesamte Gelände erst bei einer Baugenehmigung durch die Stadt erworben werden soll, ist zu kündigen. Die alte Waldschule könnte ein für Hüls dringend benötigtes Jugendkulturzentrum beherbergen.

Die Jugend-Baseballgruppe „Sly Dogs“ braucht keine 300.000 Euro teure Bleibe. Sie bleiben (vor Ort). Das Schulgebäude könnte durch einen Bürgerverein und Sponsoren restauriert werden (es ist zurzeit einsturzgefährdet, aufgrund von Dachschäden).

grüne Lunge Wald“ erhalten

Den Bürgerinnen und Bürgern soll die „grüne Lunge Wald“ erhalten bleiben. Schüler der Realschule und Anwohner werden jetzt und auch zukünftig von Lärm und Staubemissionen unzähliger, täglich zu erwartender Fahrzeugbewegungen verschont.

Bürger kämpfen für Erhalt von Bäumen in Marl Hüls: Stadt informiert einseitig über Bebauungsplan?

Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung informierte das Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl über den Bebauungsplan „Ehemaliges Jahnstadion und Waldschule“. Die Infoveranstaltung war in der Aula der Ernst-Immel-Realschule.

Die Stadtverwaltung stellte einseitig die Interessen des Investors da

Ziel der städtebaulichen Planung ist es, neue, attraktive Wohnangeboten im ehemaligen Jahnstadion und rund um die ehemalige Waldschule zu schaffen. Vertreter der Stadtverwaltung und die vom Vorhabenträger beauftragten Fachbüros stellten an diesem Informationsabend die grundsätzliche Plankonzeption, Inhalte des Bebauungsplanvorentwurfs sowie die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung vor. Den Bürger sowie allen an der Planung Interessierten wurde im Rahmen der Veranstaltung Gelegenheit zur Erörterung und Äußerung gegeben.

Die Naturfreunde kämpfen für den Erhalt der Bäume

Die Bürger kritisieren das Vorhaben. Es geht in Marl Hüls ein Naherholungsgebiet verloren. Zahlreiche Bäume werden den Bauvorhaben zum Opfer fallen.Sie forderten die Stadtverwaltung auf die Zahl der zu fällenden Bäume zu nennen. Die Stadtverwaltung und die Vertreter des Investors kannten angeblich keine Zahlen.
Trotzdem der Landschaftsplaner vorher erzählte das alle Bäume erfasst worden sind und die Planung schon genau in Bildern vorgestellt wurde. Die Bürger fühlten sich getäuscht.

Die alten Baumbestände erhalten

Es wurde darauf hingewiesen das die Stadtverwaltung in einem Konzeptpapier auf die Nützlichkeit des Baumbestandes hingewiesen hat. Die alten Baumbestände sind auch aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen unbedingt zu erhalten, so dass eine wohnraumliche Entwicklung allenfalls im direkten Bereich des Jahnstadions (Sportplatzfläche und Zuschauerränge) sowie in einem unmittelbar davor gelegenen schmalen Streifen entlang der Otto-Hue-Straße erfolgen kann.
Vor dem Hintergrund der Schutzwürdigkeit der Grünfläche sollte daher von einer Bebauung abgesehen und verstärkt über eine extensivere/naturnahe Nutzung der Fläche nachgedacht werden, z.B. Anlage eines großen Schulgartens und/oder Entwicklung verschiedener Biotopstrukturen (in Verbindung mit Waldbiotopen) als Anschauungsobjekte für die Umweltbildung oder aber die Entwicklung von Wald als Kompensationsmaßnahme. Im Falle einer Bebauung ist ein Schutzstreifen von 35 Meter Breite zwischen Waldbestand und Gebäudegrenze zu berücksichtigen. Mindestens sollten etwa 20 Meter dieses Streifens für einen naturnahen Waldrandaufbau genutzt werden, der dann auch als Puffer fungieren kann.
Die geplante Bebaung des Jahnstadion ist nur ein Beispiel für Grünflächenverluste in Marl. Der Spruch Marl Stadt im Grünen stimmt nicht mehr.

Folgen für die Schule

Auch wurden die Folgen für die benachbarte Realschule dargestellt. Die für schulische Zwecke bishergenutzten Möglichkeiten fallen weg. Eine wichtige Grünfläche in der Nähe fällt weg. Die neuen betuchten Bewohner werden sich über den Schulllärm beschweren.

Bebauunng für Hüls nicht notwendig

Die Bürger sehen keine Notwendigkeit für zusätzliche Wohnbebauung in Marl Hüls.
Der Bedarf von zweihundert Wohnungen an dieser Stelle ist für die Entwicklung des Stadtteils nicht notwendig.
Die Verwaltung stellte nur die einseitigen Interessen des Investors dar. Man hatte den Eindruck das die Bebaungspläne schon längst hinter verschlossenen Türen festgezurrt sind und die Bürgerbeteiligung ohne Einfluss ist.

Stadtbäume sind wichtig

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.

Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden. Ebenso geschützt sind Bäume mit Greifvogelhorsten und Fledermaushöhlen. Dauerhafte Quartiere stehen dauerhaft unter Schutz. Nur ausnahmsweise können derart geschützte Bäume gefällt werden. Dazu bedarf es einer artenschutzrechtlichen „Ausnahme­genehmigung“ oder einer „Befreiung“.

Baumschutzgruppe Vest: Verstösst die Fällaktion in Marl Sinsen gegen § 39 des Bundesnaturschutzgesetz?

Am ersten Wochenende des Monats März wurden zahlreiche Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Zu dieser Abholzung nimmt Christian Thieme Sprecher der
Baumschutzgruppe Vest Stellung.

illegale Baumfällungen?

Sind die illegalen Baumfällungen – fünf über hundert Jahre alte Eichen mit einem Stammdurchmesser von einem Meter – nun eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat!? Dann gehört hier nicht die Stadt als Ermittler auf den Plan, sondern die Polizei. Eine Anwohnerin beobachtete am ersten Wochenende des Monats einen gelben Autokran bei der „Arbeit“.
Dafür muss es doch einen Auftrag, z. B. vom jetzigen Besitzer der ehemaligen Haardschule, geben, der seine Südseite jetzt freigeschnitten hat. Unsere Stadt ist meiner Ansicht nach übrigens der größte „Vernichter“ von uraltem Baumbestand im Kreis. Siehe die großflächigen Rodungen am Steinernkreuz, im Naturschutzgebiet Loemühlenbach und in der Matena.

Die Folgen dieser hemmungslosen Abholzung für unsere Atemluft sind unübersehbar. Ich fordere die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zum sofortigen Handeln im Sinne eines umweltgerechten Klimaschutzes auf.

Nach Auffassung der Baumschutzgruppe Vest verstösst die Fällaktion gegen den § 39 des Bundesnaturschutzgesetz

Dort steht: Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,

Leserbrief an die Marler Zeitung

Mehr Einsatz für den Klimaschutz

17.03.2017, 12:00 Uhr

Sind die illegalen Baumfällungen – fünf über hundert Jahre alte Eichen mit einem Stammdurchmesser von einem Meter – nun eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat!? Dann gehört hier nicht die Stadt als Ermittler auf den Plan, sondern die Polizei. Eine Anwohnerin beobachtete am ersten Wochenende des Monats einen gelben Autokran bei der „Arbeit“.Dafür muss es doch einen Auftrag, z. B. vom jetzigen Besitzer der ehemaligen Haardschule, geben, der seine Südseite jetzt freigeschnitten hat. Unsere Stadt ist meiner Ansicht nach übrigens der größte „Vernichter“ von uraltem Baumbestand im Kreis. Siehe die großflächigen Rodungen am Steinernkreuz, im Naturschutzgebiet Loemühlenbach und in der Matena.

Die Folgen dieser hemmungslosen Abholzung für unsere Atemluft sind unübersehbar. Ich fordere die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zum sofortigen Handeln im Sinne eines umweltgerechten Klimaschutzes auf.

Christian Thieme

Baumschutzgruppe Vest

Baumschutzgruppe Vest : Alte Eichen illegal in Marl Sinsen gefällt?

Am ersten Wochenende des Monats im März wurden zahlreiche Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Sie befragten Anwohner die diese Fällaktion beobachtet haben. Sie erzählten eine Firma mit einen grossen gelben Kran angerückt waren und dort die Eichen abgesägt haben. Inzwischen wurde bekannt das es für diese Baumvernichtungsaktion keine Genehmigung der Stadt Marl gab. Auffällig ist das die Fällaktion Wochenende stattfand ein Tag wo die Behörde nicht erreichbar ist. Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest vermutet das das Wochenende absichlich gewählt wurde um ein Eingreifen der Umweltschutzbehörde zu verhindern. Das sieht ganz nach Vorsatz aus. Wenn es keine Fällgenehmigung gab müssen die Täter verfolgt und bestraft werden. Auch der Auftraggeber muss zur Rechenschaft gezogen werden.

Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest rät bei Baumfällaktionen zu folgender Vorgehensweisen :
Lassen Sie sich die Fällgenehmigung zeigen, die von der Stadt erteilt sein muss. Sollte keine vorhanden sein, rufen sie die Polizei -110 – und parallel dazu die Stadt an.Schon mancher Baum konnte auf diese Weise gerettet werden. Illegalen Baumfällern droht eine empfindliche Strafe pro Baum.
Wenn Eile geboten ist, wenn zum Beispiel eine Fäll-Kolonne schon anrückt und Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Einsatzes bestehen, sollte man die Polizei rufen.

Aus der Baumschutzsatzung der Stadt Marl

§ 12 Ordnungswidrigkeiten

1.
Ordnungswidrig gem. § 70 Abs. 1 Nr. 17 LG handelt, wer vorsätzlich oder fahr-
lässig
a)
geschützte Bäume entgegen den Verboten des § 4 und ohne eine Erlaubnis
nach § 6 entfernt, zerstört, schädigt oder ihren Aufbau wesentlich verändert,
b)
Anordnungen zur Pflege, Erhaltung oder zur sonstigen Sicherung gefährdeter,
geschützter Bäume gem. § 5 nicht Folge leistet,
c)
Nebenbestimmungen einer Erlaubnis oder einer Befreiung nach § 6 nicht er-
füllt,
d)
eine Unterrichtung nach § 4 Abs. 4 und § 9 Abs. 2 unterlässt.
e)
entgegen § 6 Abs. 4 und § 8 Abs. 1 geschützte Bäume nicht im Lageplan
einträgt oder unrichtige bzw. unvollständige Angaben über geschützte Bäume
macht.
2.
Ordnungswidrigkeiten können gem. § 71 Abs. 1 LG mit einer Geldbuße bis zu
50.000,– € geahndet werden, soweit die Zuwiderhandlungen nicht nach anderen
Rechtsvorschriften mit Strafe bedroht sind.

Der Wert der Bäume für uns alle

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.
Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden.
Der gesetzliche Schutz greift, wenn bekannt ist, ob sich geschützte Brut- und Ruhequartiere in dem Baum befinden, der gefällt werden soll. Die Baumschutzgruppe des empfiehlt: Wer Nester oder Baumhöhlen kennt, die von Fäll- oder Baumpflegearbeiten bedroht sind, kann dafür sorgen, dass dieses Wissen in die richtigen Köpfe gelangt. Wenden Sie sich an den Verantwortlichen für die Fällarbeiten oder an die Behörde!

Baugebiet „ehemalige Haardschule“

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, lassen sich in dem Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Haardschule sowohl Bungalows als auch eineinhalb- bzw. zweigeschossige Häuser sowie Doppelhaushälften für junge Familien oder für generationsübergreifendes Wohnen realisieren.

Die Lage

Das Baugebiet liegt am östlichen Ortsrand von Marl zwischen der Schulstraße (L 798) im Norden und dem Seidelbastweg im Süden. Geschäfte für den täglichen Bedarf wie auch Schulen und Kindergärten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Bis zum Stadtkern Marl und zur Innenstadt Recklinghausen sind es jeweils ca. 7 km.
Durchdie Anbindung an die A 43 und den nahegelegenen Bahnhof sind die Ballungszentren im südlich gelegenen Ruhrgebiet und das nördlich gelegene Münsterland gut erreichbar. Im Norden erstreckt sich das Erholungsgebi
et „Haard“, welches zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren, Wandern und Reiten bietet.

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