Aktuelles

Baumschutzgruppe Vest hakt im Marler Stadtrat nach, was ist mit den Ermittlungen wegen der Fällung der uralten Eichen in Marl Sinsen

In der  Einwohnerfragestunde des Marler Stadtrates wollte die Baumschutzgruppe Vest wissen was denn aus den Ermittlungen der Stadt Marl wegen der Fällung der uralten Eichen in Marl Sinsen im März geworden ist. Die Baudezernentin konnte darauf keine Antwort geben und das obwohl die Tat schon im März passiert ist. Die Anfrage der Baumschutzgruppe Vest im Wortlaut:

Am Samstag den 11 März dieses Jahres, wurden an der ehemaligen Haardschule in Sinsen, Acht uralte Eichen gefällt, und zwar „unrechtmäßig ! Die Marler Zeitung hat darüber berichtet, seitdem hat man nichts mehr darüber gehört. Der Stadtsprecher Herr Rustemeyer, wies auf die Anhörung der Grundstückseigentümer und das laufende Verfahren hin, äußerte sich aber damals nicht weiter. Was ist denn jetzt bei den Ermittlungen des Ordnungsamt herausgekommen ? Ist ein Strafverfahren eingeleitet ? Die Firma  hat diese Illegalen Fällungen durchgeführt, und zwar am Wochenende, wenn die Verwaltung hier frei hat ! Müssen die beauftragten Firmen sich denn keine Fällgenehmigungen vorlegen lassen ? Ich erwarte eine Antwort vom Gewerbeamt ! In Marl wird ständig und unkontrolliert, illegal gefällt, die Verwaltung ist offensichtlich nicht mehr „Herr der Lage. – Herr Bürgermeister ! Als Sprecher der „Baumschutzgruppe Vest, verlange ich deshalb die Einrichtung einer „Baumschutz-Koordinatorenstelle. Nehmen Sie sich ein gutes Beispiel an ihren Amtskollegen Tesche in Recklinghausen, der hat so eine Stelle einrichten müssen. Es reicht nicht, wenn Sie sich hier nur um die „Pendle Eiche kümmern ! Ich erwarte eine Schriftliche Antwort.
Christian Thieme

Alte Eichen illegal in Marl Sinsen gefällt?

Am ersten Wochenende des Monats im März wurden Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Sie befragten Anwohner die diese Fällaktion beobachtet haben. Sie erzählten, eine Firma mit einen grossen gelben Kran angerückt waren und dort die Eichen abgesägt haben. Inzwischen wurde bekannt das es für diese Baumvernichtungsaktion keine Genehmigung der Stadt Marl gab. Auffällig ist das die Fällaktion Wochenende stattfand ein Tag wo die Behörde nicht erreichbar ist. Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest vermutet das das Wochenende absichlich gewählt wurde um ein Eingreifen der Umweltschutzbehörde zu verhindern.  Sieht das ganz nach Vorsatz aus? Wenn es keine Fällgenehmigung gab müssen die Täter verfolgt und bestraft werden. Auch der Auftraggeber muss zur Rechenschaft gezogen werden.

Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest rät bei Baumfällaktionen zu folgender Vorgehensweisen :
Lassen Sie sich die Fällgenehmigung zeigen, die von der Stadt erteilt sein muss. Sollte keine vorhanden sein, rufen sie die Polizei -110 – und parallel dazu die Stadt an.Schon mancher Baum konnte auf diese Weise gerettet werden. Illegalen Baumfällern droht eine empfindliche Strafe pro Baum.
Wenn Eile geboten ist, wenn zum Beispiel eine Fäll-Kolonne schon anrückt und Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Einsatzes bestehen, sollte man die Polizei rufen.

Der Wert der Bäume für uns alle

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.
Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden.
Der gesetzliche Schutz greift, wenn bekannt ist, ob sich geschützte Brut- und Ruhequartiere in dem Baum befinden, der gefällt werden soll. Die Baumschutzgruppe des empfiehlt: Wer Nester oder Baumhöhlen kennt, die von Fäll- oder Baumpflegearbeiten bedroht sind, kann dafür sorgen, dass dieses Wissen in die richtigen Köpfe gelangt. Wenden Sie sich an den Verantwortlichen für die Fällarbeiten oder an die Behörde!

Harvester im Arenbergischen Wald der Stadt Marl schaden dem Waldboden?

Im Arenbergischen Wald werden  Bäume gefällt. Die Arbeiten hat der Zentrale Betriebshof (ZHB)  in Auftrag gegeben. Die Besucher des Arenbergischen Waldes  haben die Harvester gesehen. Die vom ZBH beauftragte Fachfirma setzt einen Holzvollernter, Harvester genannt, ein. Das Gerät ist in der Lage, Bäume zu fällen und direkt aufzuarbeiten.

Harvester Schaden dem Waldboden

Dazu meint die Baumschutzgruppe Vest: Die Schäden die ein Harvester im Wald
anrichtet sind gross. 
Die Maschinen fixieren die Bäume, fällen sie und können die Stämme entasten und für den Abtransport ablegen.  Als schwere Waldmaschinen benötigen sie ein engmaschigeres Rückegassennetz als die hergebrachte Bearbeitung.
Die Schäden, die durch den Einsatz dieser schweren Maschinen verursacht werden, sind Gegenstand von Langzeitstudien. Dabei wird vor allem das Problem der Bodenverdichtung und der Wurzelschädigung untersucht. Einige Studien lassen vermuten, dass der befahrene Waldboden über 100 Jahre zur Regeneration benötigt. Da die Bodenverdichtung durch Gewichte  immens ist wird der Waldbodenfläche langfristig geschädigt.

Darüber hinaus ist im Reisig der Bäume ein Großteil der Nährstoffe und Spurenelemente enthalten.  Es wird befürchtet, dass dadurch dem stehenden Bestand wichtige Nährstoffe entzogen werden. Es könnte zur Verarmung der Böden kommen. Darüber hinaus würde durch die Befahrung der Gasaustausch und das Bodenleben beeinträchtigt. Bäume, die direkt an den Gassen stehen, trügen schwere Wurzelschäden davon und wüchsen oftmals asymmetrisch.  Auch wird bei der Betrachtung der Ökobilanz der  Kraftstoffverbrauch von rund 20 Litern pro Stunde bemängelt.

Wald ist wichtig  bei der Reduzierung von Kohlenstoff in der Atmosphäre

Wälder sind  bedeutende Lebensräume für eine immense Artenvielfalt. Wir Menschen profitieren vor allem von ihren kostenlosen Leistungen. Nur wenn wir Wälder schützen, können wir weiterhin zum Beispiel von ihrem Nutzen als Kohlenstoffspeicher profitieren.
Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens, mit dem Ziel den Temperaturanstieg auf deutlich unter 2, besser auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, spielt der Wald eine zentrale Rolle bei der Reduzierung von Kohlenstoff in der Atmosphäre. Um weiterhin als Kohlenstoffsenke fungieren zu können, muss die Waldfläche erhalten und vermehrt werden. Dabei ist zu beachten: Wald ist nicht gleich Wald. Ein alter Wald, mit hohen Holzvorräten und einem intakten Boden speichert wesentlich mehr Kohlenstoff als aufgeforstete Plantagen.

Der Link zur

Baumschutzgruppe Vest

Sollen im Stadtteil Marl-Hüls Grün- und Waldflächen für ein Luxus Wohnquartier vernichtet werden?

Jetzt ist das  ehemaliges Jahnstadion und die Waldschule ein beliebter Erholungsbereich für die Hülser Bürger. Für die Umsetzung der Planung eines Luxuswohngebietes ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich . Da die Fläche im derzeit gültigen Flächennutzungsplan noch nicht als Wohnbaufläche dargestellt ist, bildet die geplante Änderung der Darstellungen des Flächennutzungsplanes die Voraussetzung für die Entwicklung des  Bebauungsplans.

Die Fläche ist nicht   notwendig für den Wohnbaubedarf der Stadt Marl

Abstimmungen mit der Regionalplanungsbehörde (RVR) haben ergeben, dass für die überplanten Grünbereiche geeignete Tauschflächen im Verhältnis 1:1 woanders ausgewiesen werden müssen.  Dies ist erforderlich, weil der derzeit regionalplanerisch absehbare Wohnbauflächenbedarf der Stadt Marl nicht über die im wirksamen Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen hinausgeht und es andernfalls zu Überkapazitäten führen würde. Die Bürger die immer gesagt haben das es für die Stadt Marl überhaupt keinen Bedarf gibt,  hatten recht, es muss erst ein anderes geplantes Baugebiet aufgehoben werden um den Bedarf zu begründen.
Der bisher als Wohnbaufläche ausgewiesener Bereich in Drewer-Nord soll deshalb in Grünfläche geändert werden. Davon haben die Hülser Bürger gar nichts. Ihre Grünfläche und Wald im Stadtteil  werden für einen Investor von den SPD und CDU geopfert?

Für den Bereich des Jahnstadions und der angrenzenden Waldflächen ist das
Entwicklungsziel  „Erhalt der Freiraumfunktion der städtischen Grünzüge“  bisher gültig.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes  bedeuten

In der geplanten Änderung des Flächennutzungsplanes wird der Bereich ehemaliges Jahnstadion und Waldschulareals jetzt als  ”Wohnbaufläche ” dargestellt. Die Planung eines neuen Wohnquartiers ist aus diesen Darstellungen erst begründbar. Das Grundstück der Jugendwerkstatt wird in der geplanten Änderung  als Wohnbaufläche dargestellt. Die überlagernde Darstellung „Bauliche Anlagen und Einrichtungen für den Gemeinbedarf entfällt dadurch. Genauso  wie die Darstellung „Bauliche Anlagen und Einrichtungen für den Gemeinbedarf – Schule“ für den Bereich Waldschule.

Werden über 300 alte Bäume am Jahnstadion in Marl-Hüls gefällt?

Mitgliedern der Bürgerinitiative Marl Hüls haben nachgemessen. Mit Bandmass und Bauplan ausgerüstet haben sie eine Baumzählung durchgeführt, wobei nur Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm gezählt wurden. Das Ergebnis ist erschreckend, über 300 alte Eichen und Buchen stehen auf der Abschussliste, hunderte nachwachsende Bäume in diesen Mischwald nicht mitgerechnet. “ Wir lassen uns nicht mehr an der Nase herumführen “ ,bemerkt Christian Thieme . „Für die Marler Ratsherren, bestimmt nur noch eine an den Interessen eines  Investors ausgerichtete Bauplanung die Marler Umweltpolitik“, so Thieme.

Änderung des Flächennutzungsplan ist Voraussetzung für die Bebauung

Für die geplante Bebauung soll jetzt auf der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses der Flächennutzungsplan geändert werden zu Lasten der Grünen Lunge in Marl Hüls. Die grosse Koalition im Rat der Stadt Marl plant im Stadtteil Marl-Hüls auf den Flächen des Jahnstadions und des Umfeld der Waldschule die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers für Besserverdienende. Es handelt sich um den Bereich des Jahnstadions an der Otto-Hue Straße.Der Bereich liegt südöstlich des Zentrums von Hüls, rund 250 m Luftlinie von der Fußgängerzone Hülsstraße entfernt. Es ist eine Fläche von ca. 3,3 ha, die bisher eine grüne Lunge für den Stadtteil Hüls ist.

Wieviel Bäume werden für die Bebauung des Jahnstadions und des Waldes in Marl Hüls gefällt ?

Die Frage, wie viele Bäume für die Bebauung des Jahnstadions gefällt werden,  wurde trotz mehrer Nachfragen der Bürger bei der Stadt Marl nicht beantwortet. Weder bei der Bürgerinformation in der Ernst Immel Realschule noch in der Fragestunde des Marler Stadtrates. Jetzt sind Bürger zur Tat geschritten und haben die Bäume die vorraussichtlich gefällt werden mit einem Kreuz markiert.

Werden 300 alte Eichen und Buchen gefällt?

Mitglieder der Bürgerinitiative  haben   eine Baumzählung durchgeführt. Dabei wurden nur Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm gezählt. Das Ergebnis ist erschreckend, über 300 alte Eichen und Buchen stehen auf der Abschussliste, hunderte nachwachsende Bäume in diesen Mischwald nicht mitgerechnet. Die Pläne zur Bebauung stehen ja im Internet, dort gibt es auch  Bilder der geplanten Bebauung.
Das die Marler Stadtverwaltung die Anzahl der Bäume die der  Bebauung zum Opfer fallen nicht beantworten kann ist unverständlich.  Christian Thieme: Die Frage, wie viele Bäume für die Bebauung des Jahnstadions gefällt werden wurde von der Baudezernentin Baudeck nicht beantwortet. Halbwegs intelligenten Mitteleuropäern , die der einfachsten Mengenlehre mächtig sind , müsste es doch eigentlich möglich sein, die Anzahl der vom Bauvorhaben Jahnstadion betroffenen Bäume zu ermitteln. Die Frage nach dem Ausmaß der geplanten Rodungen im Bereich Waldschule und Jahnstadion wurde jetzt schon mehrfach gestellt. Die vagen Auskünfte wie, “ wenige “ oder “ einige “ sind langsam nicht mehr hinnehmbar. Offensichtlich ist man nicht in der Lage oder schlimmer noch , nicht gewillt hier offen zu kommunizieren. Man gewinnt langsam den Eindruck, dass es sich hier um bewussteVertuschungspolitik handelt, um den mündigen Bürger nicht gegen geplante Maßnahmen „aufzubringen“.

Kundgebung im Gänsebrink für den Erhalt der Bäume am Jahnstadion in Marl-Hüls

Marl: Jahnstadion in Hüls |Die Bürgerinitiative Marl Hüls machte mobil für eine Kundgebung am Freitag 30.6. in Hüls am Gänsebrink. Rund hundert Bürgerinnen und Bürger waren dem Aufruf gefolgt. Der ursprünglich vorgesehene Platz am Eingang des Gänsebrink war zu klein, die Kundgebung wurde auf die grosse Wiese im Gänsebrink verlegt. Für die kurze Zeit der Vorbereitung ein grosser Erfolg. 

Die Bürgerinitiative meint

Christian Thieme der Sprecher der Bürgerinitiative betonte in seiner Rede:
Uns Hülser Bürgerinnen und Bürger wird nun seit geraumer Zeit die städtebauliche Notwendigkeit einer Baumaßnahme im Waldgebiet um die Ernst Immel Realschule und dem Jahnstadion weisgemacht. Hierbei übt die örtliche Tageszeitung eine einseitig ausgerichtete Berichterstattung.
Vor allem wurde suggeriert, dass Alles sowieso beschlossene Sache und genehmigt ist. Dies betrachten wir als Vortäuschung falscher Tatsachen. Wir Hülser haben es satt, seitens der Politiker-Kaste und ihrer Presse, mit derlei Information berieselt zu werden.
In den gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerinformations- und Mitsprache-Veranstaltungen wurde den Bürgern jegliche eigenständige Mitwirkung abgesprochen. Städtische Dozenten, wortgewandte Politiker und Lobbyisten bevormunden hier den Bürgerwillen.
Das von der Stadt absichtlich und fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion, wird instand gesetzt und dient wieder als Sport- und Begegnungsstätte für Alt und Jung, sowie für den Sportunterricht der angrenzenden Realschüler.

Volkspark in Hüls

Das Waldgebiet rund um das Stadion wird mit dem Gänsebrink zu einem „Volkspark in Hüls“ erweitert. Ein Zebrastreifen an der Hülsstrassenkurve verbindet beide Teile.  Der Baumbestand bleibt auf Grund der reichhaltigen Fauna und Bodenflora unangetastet. Die Natur benötigt auch ihren Platz.
Die alte Waldschule könnte ein für Hüls dringend benötigtes Jugendkulturzentrum beherbergen.
Die Abwendung von diesem Bauvorhaben erspart der Natur einen nicht wieder gut zu machenden Schaden. Den Bürgerinnen und Bürgern bleibt die „grüne Lunge Wald“ erhalten. Schüler der Realschule und Anwohner werden jetzt und auch zukünftig von Lärm und Staubemissionen unzähliger, täglich zu erwartender Fahrzeugbewegungen verschont. Zur Verwirklichung dieses, für unsere Lebensqualität so überaus wichtigen Projektes, benötigt die Bürgerinitiative Marl-Hüls die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger. Alt und Jung unabhängig von Stand und Beruf, von politischer Couleur, kultureller oder religiöser Ausrichtung. Es liegt jetzt an uns. „Wer sich gegen die Schöpfung wendet, ist kein Christ“ sagt
Papst Franziscus.

Wir verlangen: Baustopp im Wald – Stimmrecht für Bäume!

Die Fakten

Peter Marrek stellte die Fakten vor, die zu den Plänen zum Bebauungsplan Vorschlag geführt haben. Peter Marrek hat eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen gegen die Bebauung des Jahnstadions und zum Erhalt der Bäume.
Bei zahlreiche Gespräche auf dem Hülser Wochenmarkt wurden bereits Protestunterschriften gesammelt. Viele der anwesenden Bürgerinnen und Bürger brachten in Redebeiträgen ihren Ärger zum Ausdruck und machten Vorschläge zum weiteren Vorgehen.

Aufruf

Die Bürgerinitiative Marl Hüls rief dann dazu auf am nächsten Donnerstag,
den 6.07.2017, um 14 Uhr zum Rathausplatz zu kommen um vor der Ratssitzung gegen das Bauvorhaben zu demonstrieren. Um 15 Uhr können dann Marler Bürger in der Ratssitzung in der Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner, Fragen stellen mit der entsprechenden Begründung.

Der Treffpunkt war der Gänsebrink am Freitag , 30. Juni 2017 um 18.00 Uhr

Die Reden auf der Kundgebung im Video

Kontakt und Info:

Bürgerinitiative Marl Hüls

https://bihuels.wordpress.com
Christian Thieme Tel.0152/05736234

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Die Bebauung des Jahnstadions: Aktuelle Entwicklung

Uns Hülser Bürgerinnen und Bürger wird nun seit geraumer Zeit die städtebauliche Notwendigkeit einer Baumaßnahme im Waldgebiet um die Ernst Immel Realschule und dem Jahnstadion weisgemacht. Hierbei übt die örtliche Tageszeitung eine einseitig ausgerichtete Berichterstattung zu Gunsten dubioser Bau-, Investment-  und Aktiengesellschaften aus, unserer Meinung nach.  Auch könnte man nach unserem Dafürhalten annehmen, dass sie als Forum für einen bauwütigen, heimischen Investmentbanker dient. Vor allem wurde suggeriert, dass Alles sowieso beschlossene Sache und genehmigt ist. Dies betrachten wir als Vortäuschung falscher Tatsachen. Wir Hülser haben es satt, seitens der Politiker-Kaste und ihrer Presse, mit derlei Information berieselt zu werden.

Wir verbitten uns diesen subtilen und schlechten Stil der Berichterstattung. In den gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerinformations- und Mitsprache-Veranstaltungen wurde den Bürgern jegliche eigenständige Mitwirkung abgesprochen. Städtische Dozenten, wortgewandte Politiker und Lobbyisten bevormunden hier den Bürgerwillen. Hier erübrigt sich jeder konstruktive Dialog. Auch fühlen wir uns von einem stets gute Laune verbreitenden Bürgermeister nicht repräsentiert. Wir erbitten seine freiwillige Demission. Den Rat unserer Stadt fordern wir auf, den Bürgerinteressen und Ratsbeschlüssen nachzukommen. Zum Beispiel: Den Grünflächen-Rahmenplan von 2006, anstatt eine Klientel zu bedienen, dafür haben wir sie nicht gewählt. Gefordert wird die umweltverträgliche Änderung der gesamten Stadtplanung, bezüglich Bebauung auf Wald und Flur, Wiesen und Auen, geht das nicht, muss der Stadtplanungsausschuss zurücktreten.

Das von der Stadt absichtlich und fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion, wird instand gesetzt und dient wieder als Sport- und Begegnungsstätte für Alt und Jung, sowie für den Sportunterricht der angrenzenden Realschüler. Auch ein Open Air Konzert könnte dort wieder möglich sein. z. B. wie The Cure in den 1970er Jahren.

Das Waldgebiet rund um das Stadion wird mit dem Gänsebrink zu einem „Volkspark in Hüls“ erweitert. Ein Zebrastreifen an der Hülsstrassenkurve verbindet beide Teile.  Der Baumbestand bleibt auf Grund der reichhaltigen Fauna und Bodenflora unangetastet. Die Natur benötigt auch ihren Platz. Den Optionsvertrag (Waldschule + Umfeld) der Investmentgesellschaft mit der Stadt Marl, wonach das gesamte Gelände erst bei einer Baugenehmigung durch die Stadt erworben werden soll, ist zu kündigen. Die alte Waldschule könnte ein für Hüls dringend benötigtes Jugendkulturzentrum beherbergen.

Die Jugend-Baseballgruppe „Sly Dogs“ braucht keine 300.000 Euro teure Bleibe. Sie bleiben (vor Ort). Das Schulgebäude könnte durch einen Bürgerverein und Sponsoren restauriert werden (es ist zurzeit einsturzgefährdet, aufgrund von Dachschäden).

Die Abwendung von diesem größenwahnsinnigen Bauvorhaben erspart der Natur einen nicht wieder gut zu machenden Schaden. Den Bürgerinnen und Bürgern bleibt die „grüne Lunge Wald“ erhalten. Schüler der Realschule und Anwohner werden jetzt und auch zukünftig von Lärm und Staubemissionen unzähliger, täglich zu erwartender Fahrzeugbewegungen verschont. Zur Verwirklichung dieses, für unsere Lebensqualität so überaus wichtigen Projektes, benötigt die Bürgerinitiative Marl-Hüls die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger. Alt und Jung unabhängig von Stand und Beruf, von politischer Couleur, kultureller oder religiöser Ausrichtung. Es liegt jetzt an uns:  Wir sind das Volk!

Diese Zielvorstellung ist zunächst eine Vision und Alternative zum Irrweg der Stadtplanung und steht der konstruktiven Mitwirkung eines jeden am Gemeinwohl interessierten Bürgers immer offen. Wenn wir uns jetzt nicht bewegen, machen die Herrschaften im Rathaus mit uns was sie wollen.

„Wer sich gegen die Schöpfung wendet, ist kein Christ“
Papst Franziscus

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Bürgerinitiative Marl Hüls fordert: Baustop im Wald, Stimmrecht für Bäume

Die Bürgerinitiative Marl Hüls lädt zu einen Treffen ein. In ihrem Aufruf schreiben sie: Bürger von Hüls. Inzwischen müsste Mann und Frau von den Bauvorhaben im Wald rund um die Ernst-Immel Realschule und dem Jahnstadion erfahren haben. Es sind über 200 exklusive Wohneinheiten für gutbetuchte „Best Ager“ geplant. Das bedeutet mindestens neue 400 -500 Pkw im Raum, plus dem Lieferverkehr von Online-Handel. Straßen und Ampelanlagen sind jetzt schon am Limit, was damit auf unseren Stadtteil zukommt kann man sich nur vorstellen.

Politik und Presse versuchen derzeit den Ball flach zu halten, damit keine Öffentlichkeit zu diesem Beton-Ghetto entsteht , umso wichtiger ist jetzt unser Protest, zumal es noch keine Baugenehmigung gibt. Aktuell bedrängen die Bauträger den Maler Stadtrat den Bebauungsplan im „Herbst“zu verabschieden. Dies will unsere Bürger Initiative verhindern.

Treffpunkt ist der Gänsebrink am Freitag , den 30 Juni um 18.00 Uhr

Kontakt und Info:

Bürgerinitiative Marl Hüls
https://bihuels.wordpress.com
Christian Thieme Tel.0152/05736234

Baumschutzgruppe Vest : Alte Eichen illegal in Marl Sinsen gefällt?

Am ersten Wochenende des Monats im März wurden zahlreiche Eichen im Baugebiet Alte Haardschule in Marl Sinsen gefällt. Mitglieder der Baumschutzgruppe Vest besuchten den Tatort. Sie befragten Anwohner die diese Fällaktion beobachtet haben. Sie erzählten eine Firma mit einen grossen gelben Kran angerückt waren und dort die Eichen abgesägt haben. Inzwischen wurde bekannt das es für diese Baumvernichtungsaktion keine Genehmigung der Stadt Marl gab. Auffällig ist das die Fällaktion Wochenende stattfand ein Tag wo die Behörde nicht erreichbar ist. Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest vermutet das das Wochenende absichlich gewählt wurde um ein Eingreifen der Umweltschutzbehörde zu verhindern. Das sieht ganz nach Vorsatz aus. Wenn es keine Fällgenehmigung gab müssen die Täter verfolgt und bestraft werden. Auch der Auftraggeber muss zur Rechenschaft gezogen werden.

Cristian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest rät bei Baumfällaktionen zu folgender Vorgehensweisen :
Lassen Sie sich die Fällgenehmigung zeigen, die von der Stadt erteilt sein muss. Sollte keine vorhanden sein, rufen sie die Polizei -110 – und parallel dazu die Stadt an.Schon mancher Baum konnte auf diese Weise gerettet werden. Illegalen Baumfällern droht eine empfindliche Strafe pro Baum.
Wenn Eile geboten ist, wenn zum Beispiel eine Fäll-Kolonne schon anrückt und Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Einsatzes bestehen, sollte man die Polizei rufen.

Aus der Baumschutzsatzung der Stadt Marl

§ 12 Ordnungswidrigkeiten

1.
Ordnungswidrig gem. § 70 Abs. 1 Nr. 17 LG handelt, wer vorsätzlich oder fahr-
lässig
a)
geschützte Bäume entgegen den Verboten des § 4 und ohne eine Erlaubnis
nach § 6 entfernt, zerstört, schädigt oder ihren Aufbau wesentlich verändert,
b)
Anordnungen zur Pflege, Erhaltung oder zur sonstigen Sicherung gefährdeter,
geschützter Bäume gem. § 5 nicht Folge leistet,
c)
Nebenbestimmungen einer Erlaubnis oder einer Befreiung nach § 6 nicht er-
füllt,
d)
eine Unterrichtung nach § 4 Abs. 4 und § 9 Abs. 2 unterlässt.
e)
entgegen § 6 Abs. 4 und § 8 Abs. 1 geschützte Bäume nicht im Lageplan
einträgt oder unrichtige bzw. unvollständige Angaben über geschützte Bäume
macht.
2.
Ordnungswidrigkeiten können gem. § 71 Abs. 1 LG mit einer Geldbuße bis zu
50.000,– € geahndet werden, soweit die Zuwiderhandlungen nicht nach anderen
Rechtsvorschriften mit Strafe bedroht sind.

Der Wert der Bäume für uns alle

Bäume bieten Lebensräume. Singdrossel, Buchfink und viele weitere Vogelarten bauen ihr Nest im Geäst. Spechte zimmern Höhlen, in denen später Meisen, Kleiber und andere Vögel nisten. Auch Fledermäuse und seltene Käfer bewohnen Baumhöhlen, auch im Winter. Dieses Tierleben in den Bäumen hat rechtliche Folgen: das Recht des Besonderen Artenschutzes gelangt zur Anwendung (§§ 44, 45 Bundesnaturschutz­gesetz, fortan: BNatSchG). Sämtliche europäische Vogelarten zählen zu den „besonders geschützten Arten“. Einige Vogelarten und alle heimischen Fledermausarten besitzen einen noch höheren Schutz­status: sie sind „streng geschützt“.
Geschützt sind nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Wer einen Baum fällen will, muss prüfen, ob sich dort Nist- oder Ruhequartiere befinden. Ein Baum, in dem Vögel brüten, darf nicht ohne weiteres gefällt werden.
Der gesetzliche Schutz greift, wenn bekannt ist, ob sich geschützte Brut- und Ruhequartiere in dem Baum befinden, der gefällt werden soll. Die Baumschutzgruppe des empfiehlt: Wer Nester oder Baumhöhlen kennt, die von Fäll- oder Baumpflegearbeiten bedroht sind, kann dafür sorgen, dass dieses Wissen in die richtigen Köpfe gelangt. Wenden Sie sich an den Verantwortlichen für die Fällarbeiten oder an die Behörde!

Baugebiet „ehemalige Haardschule“

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, lassen sich in dem Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Haardschule sowohl Bungalows als auch eineinhalb- bzw. zweigeschossige Häuser sowie Doppelhaushälften für junge Familien oder für generationsübergreifendes Wohnen realisieren.

Die Lage

Das Baugebiet liegt am östlichen Ortsrand von Marl zwischen der Schulstraße (L 798) im Norden und dem Seidelbastweg im Süden. Geschäfte für den täglichen Bedarf wie auch Schulen und Kindergärten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Bis zum Stadtkern Marl und zur Innenstadt Recklinghausen sind es jeweils ca. 7 km.
Durchdie Anbindung an die A 43 und den nahegelegenen Bahnhof sind die Ballungszentren im südlich gelegenen Ruhrgebiet und das nördlich gelegene Münsterland gut erreichbar. Im Norden erstreckt sich das Erholungsgebi
et „Haard“, welches zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren, Wandern und Reiten bietet.

Leserbrief

Thema: Sinsener ließ Eichen fällen MZ 28.3. 2017

Natürlich verstossen die illegalen Baumfällungen gegen geltendes Recht und zwar dem Bundesnaturschutzgesetz § 39. Da gibt es für die Stadtverwaltung nichts zu prüfen, hier hat das Ordnungsamt seiner eigentlichen Aufgabe nachzukommen. Die Unvoreingenommenheit mit der unser Herr Stadtsprecher hier diese Umweltstraftat zu kaschieren versucht, soll doch nicht etwa zur Einschläferung der Öffentlichkeit hinauslaufen? Übrigens eine der sechs hundertjährigen Eichenbäume stand auf dem Grundstück des benachbarten Schützenvereins. Die vom Grundstückseigentümer beauftragte Marler Firma ist der Verwaltung ebenfalls nicht unbekannt.

Beide haben sich für ihr „Kavaliersdelikt“ vor dem Gesetz zu verantworten. Laut Baumschutzordnung § 12 der Stadt Marl können Ordnungsgelder bis 50000 Euro verhängt werden.

Christian Thieme

Baumschutzgruppe Vest

Leserbrief an die Marler Zeitung

Mehr Einsatz für den Klimaschutz

17.03.2017, 12:00 Uhr

Sind die illegalen Baumfällungen – fünf über hundert Jahre alte Eichen mit einem Stammdurchmesser von einem Meter – nun eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat!? Dann gehört hier nicht die Stadt als Ermittler auf den Plan, sondern die Polizei. Eine Anwohnerin beobachtete am ersten Wochenende des Monats einen gelben Autokran bei der „Arbeit“.Dafür muss es doch einen Auftrag, z. B. vom jetzigen Besitzer der ehemaligen Haardschule, geben, der seine Südseite jetzt freigeschnitten hat. Unsere Stadt ist meiner Ansicht nach übrigens der größte „Vernichter“ von uraltem Baumbestand im Kreis. Siehe die großflächigen Rodungen am Steinernkreuz, im Naturschutzgebiet Loemühlenbach und in der Matena.

Die Folgen dieser hemmungslosen Abholzung für unsere Atemluft sind unübersehbar. Ich fordere die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zum sofortigen Handeln im Sinne eines umweltgerechten Klimaschutzes auf.

Christian Thieme

Baumschutzgruppe Vest

Leserbrief an die Marler Zeitung vom 17.3. 2017

Nach fünfjähriger Beobachtung, konnte die alte Eiche endlich erlegt werden. Der Täter: ein simpler Pils? Die Aktion: ein wahres Kettensägenmassaker. Das Ergebnis: Mehre gesunde Baumstümpfe!

An Ort und Stelle hat das beauftragte Forstunternehmen die Bäume zu spaltbaren Kaminholz kleingeschnitten. Dem neuen Redakteur J. Nuss muss doch beim Fototermin aufgefallen sein, das nicht eine Eiche sonder gleich 5 dem Hallimasch zum Opfer gefallen sind, nebst kleineren „Beifang“. Vor diesem Hintergrund dürften die Begründungen des Herrn Stadtsprechers zur Standsicherheit nach unserer Meinung alle als unrichtig bewertet werden. Soll hier etwa die Öffentlichkeit verschaukelt werden?

Der Steuerzahler muss diesen Unfug finanzieren, bezahlen wird unsere Umwelt. Die Verantwortlichen der Stadt Marl haben ausserdem nach unserer Meinung gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstossen. Dort steht in § 39

Es ist verboten,

Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,

 

Eigentlich müsste nun das Ordnungsamt ein Bussgeldverfahren gegen die eigene Stadtverwaltung erlassen.Herr Bürgermeister, schreiten sie endlich ein, sonst holen die sich auch noch die Pendle-Eiche.

 

Christian Thieme Sprecher Baumschutzgruppe Vest

(bisher nicht abgedruckt)

 

 

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